Am 12. & 13. Dezember 2025 fand das zweite Frankenderby der Akut-, Notfall- und Intensivmedizin statt. Zahlreiche Experten aus dem gesamten Bundesgebiet kamen dazu an der Paracelsus Medical University im Campus Nord des Klinikums Nürnberg zusammen. Neben drei Vortragssträngen wurden ein buntes Workshop-Programm angeboten.
Der Kongress wurde erneut vom Institut für notfallmedizinische Bildung (INOB) veranstaltet, das gemeinsam mit den Kooperationspartnern Klinikum Nürnberg, Klinikum Fürth, Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin Fürth e. V. und Technologietransferzentrum Stein der Hochschule Ansbach den Kongress organisiert.
Prof. Dr. Achim Jockwig, der Vorstandsvorsitzende des Klinikums Nürnberg, begrüßte die Kongressteilnehmer. Die diesjährigen Schwerpunktthemen waren u.a. die Notfallreform, Intensivpflege, Traumanetzwerke, Notfallmedizin am Sektorenübergang, Neugeborenen- und Kindernotfälle, Schockraum, Infektiologie, Kommunikation oder die Nutzung von Künstlicher Intelligenz.
Dr. Arnim Geise, der als bereichsleitender Oberarzt Intensivmedizin am Klinikum Nürnberg die Veranstaltung mitorganisierte, freute sich über den großen Zuspruch: „In mehr als 60 Vorträgen und Workshops stellen hochkarätige Experten neueste Erkenntnisse vor und geben Einblick in hochrelevante Best-Practice Beispiele. Zentrale Bestandteile des FANI sind außerdem das Netzwerken und der interdisziplinäre Austausch. Dieses Gesamtpaket hat Teilnehmer und Referenten aus dem gesamten Bundesgebiet nach Nürnberg gelockt.“
Parallel zur Vortragsprogramm wurden praktische Workshops angeboten, in denen beispielsweise die Reanimation von Neugeborenen, Beatmung oder die Echokardiographie trainiert wurden. Außerdem fand eine Industrieausstellung statt.
Mitorganisator Prof. Dr. Harald Dormann, ärztlicher Direktor und Chefarzt der Zentralen Notaufnahme des Klinikums Fürth sowie wissenschaftlicher Direktor des INOB, betonte die Bedeutung des Frankenderbys: „Im Alltag bleibt oft zu wenig Zeit für Austausch und Diskussion – gerade klinikübergreifend. Daher sind Formate wie das FANI elementar wichtig, hier kommt man ins Gespräch, lernt voneinander und kommt in den Genuss des riesigen Erfahrungsschatzes, der hier versammelt ist. Davon profitieren nicht nur die Teilnehmer vor Ort, sondern v.a. auch unsere Patienten.“
Eine dritte Auflage des FANI ist bereits in Vorbereitung. Mit dem Bildungskongress Rettungsdienst am 16. & 17. März in der Stadthalle Fürth und der Tagung „WEEM – Women Empowerment in Emergency Medicine“ am 21. März in der Klinikum Fürth Akademie stehen im neuen Jahr zwei weitere Formate des INOB an.