2. Bildungskongress Rettungsdienst, Parlamentarisches Frühstück zur Notfall- und Rettungsdienstreform und WEEM – Women Empowerment in Emergency Medicine – in den vergangenen Tagen hat das INOB Veranstaltungen in Fürth und Berlin (mit-)veranstaltet.
Zum 2. Bildungskongress Rettungsdienst kamen in der Stadthalle Fürth rund 400 Expertinnen und Experten und 30 Fachaussteller zusammen. Bildungsakteure aus Rettungsdienstpraxis, Berufsfachschulen, Hochschulen und Verbänden aus dem gesamten Bundesgebiet kamen zusammen, um sich zu zentralen Zukunftsthemen der rettungsdienstlichen Bildung auszutauschen.
Die Initiatoren des Kongresses – der Bundesverband für Bildung im Rettungswesen (BVBRW), der Stumpf+Kossendey Verlag sowie das Institut für notfallmedizinische Bildung (INOB) – haben sich die Weiterentwicklung der beruflichen Bildung und Qualitätssicherung im Rettungswesen auf die Fahnen geschrieben und versammelten dazu Lehrkräfte, Praxisanleiter, Hochschullehrer und Schulleitungen sowie alle, die an der Gestaltung einer zukunftsfähigen rettungsdienstlichen Bildung interessiert sind. Das umfangreiche Kongressangebot setzte sich aus Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops zusammen, erstmals fand auch eine Poster-Session statt. Der 3. Bildungskongress Rettungsdienst ist für den 12. + 13. April 2027 Fürth erneut in der Stadthalle Fürth angesetzt.
Unter dem Titel „Vom Lückenbüßer zur Primärversorgung!“ haben mehrere Fachgesellschaften und Verbände ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet. Beteiligt sind der Bundesverband der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND), der Bundesverband für Bildung im Rettungswesen (BVBRW), der Deutsche Berufsverband Rettungsdienst (DBRD), die Deutsche Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA), der Fachverband Leitstellen (FVLST) sowie das Institut für notfallmedizinische Bildung (INOB).
Im Mittelpunkt stehen die gesetzliche Verankerung einer außerklinischen, fallabschließenden Akutversorgung, ein flächendeckend digital vernetztes Gesundheitsleitsystem, spezialisierte Einsatzmittel für niedrigprioritäre Einsätze sowie ein gestuftes Qualifikationssystem für außerklinische Fachkräfte. Diese Themen wurden 19. März bei einem Parlamentarischen Frühstück im Jakob-Kaiser-Haus in Berlin mit Abgeordneten des Gesundheitsausschusses im Bundestag diskutiert.
Zur 2. Tagung „WEEM – Women Empowerment in Emergency Medicine“ trafen sich am Samstag, 21.03., knapp 100 Teilnehmerinnen und Referentinnen aus Akut-, Notfall- und Intensivmedizin in der Klinik Fürth Akademie. Das INOB versammelte Ärztinnen, Pflegefachkräfte, Mitarbeitende im Rettungsdienst sowie Schülerinnen und Studentinnen aus dem gesamten Bundesgebiet und setzt damit ein starkes Zeichen für Gleichberechtigung, Diversität, faire Chancen, paritätische Besetzung nach Qualifikation und strukturelle Unterstützung, um Karrierewege für Frauen in der Notfallmedizin nachhaltiger zu gestalten.
Die Schirmherrschaft hatte erstmals die bayerische Gesundehitsministerin Judith Gerlach übernommen. Für das Frühjahr 2027 ist bereits die 3. Auflage in Planung.