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Eine nachhaltige und patientengerechte Notfallversorgung auch bei niedrigprioritären Hilfeersuchen wurde bei den 3. Fürther Gesprächen des INOB diskutiert. Die Ergebnisse sind nun in der Fachzeitschrift Notfall + Rettungsmedizin (Springer Medizin) erschienen.

Titel der Publikation ist „Niedrigprioritäre Hilfeersuchen im Fokus: Handlungsempfehlungen der Fürther Gespräche zur Professionalisierung und Qualifizierung im Rettungsdienst“ – ein wichtiges Zukunftsthema in der Notfallversorgung. Für zunehmende Einsatzzahlen, bei denen keine klassische Notfallrettung nötig ist, bei denen aber trotzdem akuter Unterstützungsbedarf besteht, zeigt der Artikel praktische Lösungsansätze für eine sektorenübergreifende, wohnortnahe und fallabschließende Akutversorgung auf.

In die Publikation floss die Expertise über die zukünftige Ausgestaltung der außerklinischen Notfallversorgung der rund 40 Teilnehmer des interdisziplinären Expertenforums aus Rettungsdienst, Medizin, Wissenschaft, Leitstellen sowie weiteren Fachorganisationen ein. Die zentrale Frage war eine bessere Verzahnung von Rettungsdienst und ambulanter Versorgung sowie die dafür nötigen Qualifikationen, Strukturen und gesetzlichen Rahmenbedingungen.

So entstanden 13 Handlungsempfehlungen die von der Etablierung einer bundesweit einheitlichen außerklinischen Akutversorgung über den Aufbau eines digital vernetzten Gesundheitsleitsystems bis hin zu einem gestuften Qualifikationssystem für neue professionelle Rollen im Rettungsdienst reichen. Allesamt mit dem Ziel einer patientenbedarfsgerechten Versorgung, einer Entlastung von Rettungsdiensten und Notaufnahmen und gleichzeitig einer nachhaltigen Stärkung der Qualität der Notfallversorgung.

An der Publikation wirkten Experten aus zahlreichen Institutionen mit. Federführend beteiligt waren Klaus Meyer (INOB), Prof. Dr. med. Harald Dormann (INOB/Klinikum Fürth), Bernd Landsleitner (INOB), Prof. Dr. Stephan Prückner (INM), Johannes Gottschalk (BRK), Christoph Redelsteiner (Forschung & Lehre Rettungswesen), Dominik Hinzmann (Klinikum der technischen Universität München), Dominik Hahnen (Malteser Bildungszentrum Euregio), Insa Seeger (Großleitstelle Oldenburger Land), Tom Malysch (Institut für Rettungsmedizin) sowie Prof. Dr. Thomas Prescher (FH Münster).

Bei Springer Nature steht die Publikation im Rahmen einer Open-Access-Veröffentlichung kostenfrei zur Verfügung und kann hier abgerufen werden.